klick                                    SC80 Porta, ein Rückblick

Die Zahl im Namen sagt es, im Jahr '80 gegründet. Nun, wäre es 1880, dann hätte ich hier viel zu schreiben, aber wir sind ein junger Verein, der im November 1980 in einer Gründungsversammlung das Licht der Portawelt erblickte. Dennoch kann hier von Zahlreichen Höhepunkten im Vereinsleben berichtet werden.
Die ersten Vorboten des neuen Vereins konnten die Bürger am 03.10.1980 im Mindener Tageblatt lesen.

Zeitungsbericht

Die im Zeitungsbericht genannte Kontaktperson Herbert Gläser sollte denn auch 19 Jahre lang die Geschicke des Vereins leiten. In der Gründungsversammlung im November '80 im Amtskeller Hausberge wurde Herbert Gläser zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der Verein startete mit 32 Mitgliedern und wuchs schnell auf über 100 an. Das regelmäßige Training am Montag und Mittwoch startete dann im Januar '81. Einen ersten Höhepunkt beim Training erlebten die Schwimmer mit dem Besuch des damaligen Welt- und Europameisters Walter Kusch. Nach nur einem Jahr konnte der Vorstand bereits das 200ste Mitglied begrüßen. In den Osterferien '82 wurde dann auch das erste Trainingslager in Altenau im Harz durchgeführt. Seinen ersten Wettkampf veranstaltete der SC 80 im Nov '83 und ab '85 folgte dann immer im Sommer das Sprintertreffen. Nach einem Trainingslager in Jugoslawien bescherte Bert Kleine dem SC 80 den ersten Bezirksmeistertitel.
Ein Freundschaftsspiel in Schöttmar bei 16° Wassertemperatur (4:2 für Porta) war das Startsignal für die zweite Sparte im Verein. Im November startete das Portaner Wasserballteam in die erste Saison und musste natürlich reichlich Lehrgeld zahlen. Mit einem gelungenen Aprilscherz 1886 sorgte das Team für jede Menge Unruhe und hektische Aktivitäten im Badezentrum und auch in der Stadtverwaltung. Was war geschehen? Unser Wasserballspieler und Pressewart Wolfgang Pietsch berichtete sehr glaubwürdig von einer Verpflichtung des Weltklassespielers Frank Otto von Spandau Berlin nach Porta. Zum angekündigten Probetraining und der Pressekonferenz erschienen am Nachmittag so um die 40 Personen im Badezentrum und es sollen auch Mitglieder des Stadtrates und der Verwaltung dabei gewesen sein. So eine PR-Aktion ist uns danach nicht wieder gelungen.

Im Februar 1986 schlossen sich der SC 80 und der MTV Minden zu einer Startgemeinschaft zusammen. Neben dem ersten Kreismeistertitel durch Lutz Sommerfeld und dem ersten Wasserballturnier in Porta wurde '86 auch mit dem Bau des Vereinsheimes begonnen. Nach 18 Monaten ehrenamtlichen Schuften konnte das Vereinsheim pünktlich mit dem Beitritt des 300sten Mitgliedes eingeweiht werden.

Sportlich gesehen war 1988 sehr erfolgreich für die Schwimmer. Manuel Kütemeier holte in der offenen Klasse 4 von 5 mögliche Kreismeistertitel und die Damenmannschaft stieg in die Bezirksliga auf.

Im Februar '90 wurden die SG Frauen Zweite in der Bezirksliga, "Heimkehrer" Thosten Smiatek holte drei Kreismeistertitel und Stephanie Rosenstock und Peter Hitzler-Spital wurden erste Jugendbezirksmeister.

Im Juni '90 war es endlich soweit, nach 140 Meisterschaftsspielen seit 1884 stand der SC 80 ganz oben in der Abschlusstabelle und stieg in die Ostwestfalenliga auf.

Im September 90 präsentierte sich der SC 80 zum ersten Mal beim Stadtfest Porta und im November feierte der SC 80 sein 10-jähriges Bestehen. Mit Beginn der Saisonvorbereitung startete 1990 auch unsere Damenwasserballmannschaft das Training.

1991 verlief eher nicht so erfolgreich wie das vorherige Jahr. Nach dem beruflich bedingten Ausstieg von gleich 4 Leistungsträgern musste die Herrenmannschaft die OWL-Liga wieder verlassen. Dafür konnten die Damen erste Erfolge für sich verbuchen. Nach dem unvermeintlichen Lehrgeld in der ersten Saison ließ ein zweiter Platz beim Wasserballturnier in Bad Oeynhausen aufhorchen. Auch beim Schwimmen konnten die Vorjahresergebnisse nicht ganz erreicht werden. Dennoch verbuchten die Schwimmer einen OWL-Meistertitel und drei Vizemeister. Erfreulich war auch, dass der Verein das erste Mal mit 304 Mitgliedern die 300ter Schwelle überschritt. Mit der TG Schöttmar fuhren die Schwimmer und Wasserballer in den Herbstferien für eine Woche ins Trainingslager nach Salou an der Costa Brava (Spanien).

Der Höhepunkt 1992 war die Meisterschaft der Damenmannschaft in ihrer zweiten Spielsaison. Tolle Leistung. Das 7. Sprintertreffen stand wegen zu geringem Interesse der Vereine unter keinen guten Stern. Ein Grund für das geringe Interesse war sicherlich die Tatsache, dass das Schwimmerbecken im Freibad nicht geheizt wird und es so jedes Mal ein Glücksspiel wurde, ob denn einigermaßen erträgliche Temperaturen herrschten. Und so kam, was kommen musste, das Sprintertreffen wurde in den nächsten Jahren nicht wieder ausgeschrieben.

Im Sommer 1993 war die SC 80 Jugend Veranstalter der Bezirksjugendfete, die mit rund 200 Teilnehmern aus ganz OWL ein toller Erfolg war. Es wurde zwei Tage lang am Weserbogen
gefeiert und gespielt.

Der sportliche Höhepunkt 1994 war sicherlich die zweite Meisterschaft der Wasserballdamen, die eine tolle Saison mit einem klasse Spiel gegen Titelverteidiger Steinhagen beendeten. Im Herbst ging es dann zum zweiten Mal ins Trainingslager nach Spanien und im November war der SC im Badezentrum Veranstalter der DMS (Deutsche Mannschaftsmeisterschaft). Bereits 1994 machte Wolfgang in der Vereinszeitung auf ein fehlendes Logo des Vereins aufmerksam und machte auch gleichzeitig mehrere Vorschläge, wie ein solches Logo aussehen könnte. Aber es dauerte dann noch bis 2001 bis das Logo endlich vorgestellt werden konnte.

Zur JHV '95 hatte der Verein erstmals über 330 Mitglieder und Manuel Kütemeier unterbot als erster Schwimmer im Kreis mit 1:09,90 Minuten über 100m Brust die Schwelle von 1:10,00 Minuten.
Die Wasserballdamen wurden zum zweiten Mal in Folge Meister und feierten damit ihre dritte Meisterschaft in 5 Jahren.

1996 wurden die Wasserballdamen erneut Meister und auch das Team der Damen bei der DMS schaffte dieses Kunststück und konnte in die Landesliga Westfalen aufsteigen. Die Wasserballdamen verzichteten erneut auf einen Aufstieg, da der Klassenunterschied zur Westfalenliga und die Fahrten nach Hamm, Duisburg oder Krefeld doch ganz erheblich waren.